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Bericht von der 7-tägigen Busreise in
unsere Partnerstadt Yssingeaux
Südfrankreich - Schweiz
Übernachtungen in
Dijon - Yssingeaux - Annecy - Martigny
Samstag, 19. bis Freitag, 25. August 2000
Die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Ebersberg besuchte mit
52 Teilnehmern während der Fahrt nach Südfrankreich vom Samstag, 19. bis
Freitag, 25. August 2000 auch drei Tage die Partnerstadt von Ebersberg,
Yssingeaux.
Mit
einem voll besetztem großen Reisebus mit 52 Teilnehmern traf die Ebersberger
Reisegruppe in Yssingeaux ein. Bei der Begrüßung im Rathaus durch Bürgermeister
Jacques Barrot und seinem Vertreter Roland Lezotre war auch der Ebersberger
Bürgermeister Walter Brilmayer anwesend, der zufällig in Yssingeaux war.
Vorstand Peter Fleischer überreichte als Gastgeschenk ein Aquarell von Manfred
Bergmeister das die Ebersberger Stadtpfarrkirche zeigt, an die Stadt Yssingeaux.
Foto links: Der Vorsitzende der Soldaten- und
Kriegerkameradschaft Peter Fleischer überreicht das Aquarell an den 2.
Bürgermeister der Stadt Yssingeaux, Roland Lezotre. Die mitgereiste Ebersberger
Dolmetscherin, Frau Elisabeth Hamel übersetzte dabei.
Bei dem anschließenden Sektempfang im „Ebersberger Garten" im
Rathaus von Yssingeaux wurden die Ebersberger Gäste von dem Präsidenten der
Vereinigung „Medailles Militaires" Claude le Hucher, sowie Pierre Paillon,
Martial Cayrouse, Christian Queuche, herzlich begrüßt. Eric Dietrich, der das
Programm für die nächsten zwei Tage ausgearbeitet hatte und die Gruppe
persönlich betreute war zusammen mit dem Vorsitzenden der Städtepartnerschaft
Didier Gerentes und dem Repräsentanten von A.F.N. Paul Jouve gekommen. Bei den
ersten Gesprächen stellte sich heraus, dass einige der Teilnehmer etwas
französisch sprachen und Elisabeth Hamel, die als Dolmetscherin der Ebersberger
mit dabei war, hatte viel zu tun um alles ins Deutsche zu übersetzen.
Im
Ebersberger Garten im Rathaus von Yssingeaux:
Beim Empfang durch die Vertreter der Stadt Yssingeaux und Vereinsvertreter
im „Ebersberger Garten" Rathaus von Yssingeaux.
von links: 1. Bürgermeister der Stadt Ebersberg Walter Brilmayer,
1. Vorstand der SKK Ebersberg Peter Fleischer und seine Ehefrau
Marika Fleischer,
Dolmetscherin Elisabeth Hamel, 2. Bürgermeister Roland Lezotre
bei seiner Ansprache, Präsidenten der Vereinigung „Medailles Militaires"
Claude le Hucher, sowie Pierre Paillon, Martial Cayrouse, Christian
Queuche und
Eric Dietrich der die Ebersberger Gäste die drei Tage in Yssingeaux
betreute.
Zuvor war die Reisegruppe über Ulm und Freiburg nach Dijon
angereist und hatte hier eine Zwischenübernachtung eingelegt, bevor es am
nächsten Tag in Richtung Yssingeaux aufbrach. In Beaune wurde das „Hotel-Dieu"
ein Hospital für die Armen aus dem Jahre 1443, ein einzigartiges Bauwerk,
besichtigt.
Auf
der Weiterfahrt wurde der deutsche Soldatenfriedhof Dagneux, 16 km östlich
von Lyon, besucht. Auf diesem Friedhof liegen 19 908 deutsche Soldaten,
darunter auch der 20-jährige Josef Platzer, der am 2.5.44 gefallen war.
Dessen Bruder Herwig Platzer der mit seiner Ehefrau Anneliese die Reise
mitmachte legte einen Blumenstrauß niederlegte.
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Eine
Auffahrt in Lyon auf den Hügel der Stadt zu der Basilika
Notre-Dame-de-la-Fourviere mit einem wunderschönen Blick auf die Altstadt,
begeisterte die Teilnehmer. Dann war es endlich soweit, die Ebersberger fuhren
in Yssingeaux ein und wurden am Stadtrand bereits von Eric Dietrich erwartet und
zu den beiden Hotels, Le Bourbon und Le Cygne verbracht.
In Yssingeaux zeigte Eric Dietrich zwei Tage der
Reisegruppe aus Ebersberg die Sehenswürdigkeiten der Stadt und seiner Umgebung.
Eine Fahrt durch das Tal der Rhone und Loire und die Besichtigung einer
Käsefabrik in Coucouron rundeten den Eindruck von Landschaft und Bevölkerung ab.
Ein Besuch der Bezirksstadt Le Puy mit der auf einem Felsen erbauten Kathedrale
„Note Dame du Puy" und einer Rundfahrt mit einem Panoramazug zeigte die
Schönheit der Stadt.
Der Besuch des Partisanenmuseum in Le Mont Mouchet
vermittelte der Reisegruppe in bedrückender Weise die Gräuel des 2. Weltkrieges,
insbesondere über die in diesem Bereich begangenen Taten.
Das Nationale Denkmal (Werk des Bildhauers R. Coulon) errichtet 1945 zum Ruhme
aller Résistence Kämpfer (Maquisards) Frankreichs befindet sich auf dem Berg „Mont-Mouchet“
(Höhe 1335 Meter) an der Grenze zwischen den Départements Haute-Loire, Cantal
und Lozère. Hier gelang es 2 700 freiwilligen französischen Streitkräften am 2.,
10. und 11. Juni 1944 die deutschen Streitkräfte, die zahlenmäßig weitaus
überlegen waren, zurückzuschlagen – sie mußten in diesen Tagen große Verluste
hinnehmen. Ähnlich verlief die Auseinandersetzung am 20. Juni im nachbarlichen
Chaudes-Aigues. Nach diesen Schlachten setzten die Kräfte der Résistence dem
Feind so sehr zu, daß 22 000 Deutsche ihre Waffen vor den freiwilligen
französischen Streitkräften südlich der Loire in der Auvergne, im Limousin und
in der Nièvre niederlegten. Ein unbekannter Maquisard ruht am Fuße des Denkmals,
auf dem die Waffen aller Regionen Frankreichs dargestellt sind.
Am
letzen Abend in Yssingeaux luden die Ebersberger als Vertreter der Stadt, 2.
Bürgermeister Roland Lezotre und die befreundete Vereinigung „Medailles
Militaires" mit dem Präsidenten Claude le Hucher zu einem Empfang mit Abendessen
ein. Vorstand Peter Fleischer bekam ein Buch über Yssingeaux überreicht und man
war sich einig, dass die Partnerstadt ein lohnenswertes Ziel der
Südfrankreichreise war und ein Zeichen der Bereitschaft gesetzt wurde, um die
Freundschaft zwischen den Partnerstädten zu vertiefen. Darauf wurde mit einem
Glas „Kir Royal" angestoßen. Eric Dietrich, dem die Ebersberger zwei schöne Tage
zu verdanken hatten, erhielt ein Bayernwappen überreicht.
Die
Heimreise führte vorbei an St. Marcellin vorbei und eine kurze Rast in der
Partnerstadt von Grafing war ein Muss. Ein Foto vor dem Pavilion mit einem Teil
der Gruppe auf dem kurzen Stadtrundgang gehört zu den Reiseerinnerungen. Die
Ebersberger waren von dem großen Stadt- und Marktplatz und dem schönen Maibaum
überrascht.
Über Grenoble, dem wirtschaftlichen und kulturellem Zentrum
der französischen Alpen und ein Blick von der Terrasse des 500 m höher gelegenen
Fort de la Bastille das eine imposante Hochgebirgskulisse, im Norden ragten die
steilen Klippen des Neron und des St-Eynarrd, im Westen die Felsmauern des
Vercors auf; im Osten lagen die dunklen, schneebedeckten Gipfel der
Belledonne-Kette, die zum Greifen nahe waren.
Die Fahrt führte zu einer weiteren Zwischenübernachtung nach
Annecy. Ein Bummel im historischen Kern auf einer Kanalinsel, zwischen
mittelalterlichen Häusern und Adelspaläste aus dem 16 Jhd. mit einer einmaligen
Blumenpracht, brachte die Reisegruppe ins Schwärmen und man glaubte, man wäre in
Venedig. Am nächsten Tag ging es dann über Albertville, dem kleinen St. Bernhard
nach Aosta/Italien zu einem Stadtbummel.
Weiter führte die Fahrt über den 2469m hohen Pass des großen
St. Bernhard und kurz vor Martigny/Schweiz wurde nochmals eine Übernachtung
eingelegt, bevor es dann in der breiten Alpenlängsfurche des Rhonetales über den
Grimslpass (2167 m hoch) vorbei an Andermatt nach Luzern am Vierwaldstädter See
zu einem kurzen Aufenthalt ging. Die Heimreise führte durch das
Pfändertunnel/Österreich über Lindau nach Ebersberg.
Mit
vielen schönen Reiseerinnerungen kehrten die Ebersberger in die Heimatstadt
zurück und dankten 1. Vorstand Peter Fleischer für die bestens organisierte
Reise und dem Busfahrer Josef Hausstätter für das sichere Fahren durch die fünf
europäischen Länder, Deutschland, Frankreich, Italien, Schweiz und Österreich
die besucht, bzw. durchquert wurden.

Photo: (von H. Lezotre, le Progres, Yssingeaux)
von links 1. Reihe vorne:
2. Bürgermeister Roland Lezotre, 1. Bgm. Walter Brilmayer, 1. Bgm.
Jacques
Barrot, 1. Vorstand SKK Ebersberg Peter Fleischer, Marika
Fleischer und der Vorsitzende der Städtepartnerschaft Didier Gerentes
und dahinter die Ebersberger Reisegruppe mit den Teilnehmern vor dem Rathaus in
Yssingeaux:
Andres August, Becker Christine, Beer Maria,
Biermeier Rosemarie,
Burgey
Alois und Rita, Dirmhirn Fritz und Resi, Eckert Reiner,
Fleischer Peter und Marika, Gesell Roland und Dagmar, Girbinger
Josef und Elisabeth,
Grundl Georg jun., Gschwendtner Hans und Lotte,
Gschwendtner Kreszenz, Hamel Elisabeth,
Heinzl Josef und Gertrud, Jäger Emmi, Kammerer Franz und
Margit,
Klein
Elisabeth, Koller Johann und Maria, Kramlinger Josef und Maria,
Kurzeder
Andreas, Mäusl Albert und Antonie, Platzer Herwig und
Anneliese,
Puschmann
Werner, Riddermann Gertrud, Riederer Albert und Lotte,
Sandner
Fritz und Gertraud, Schneeberger Therese, Schönberg Erika,
Dr. Steppes Otto und Isolde,
Urban Peter und Antje, Wagner Benno, Wondra Christel,
Zubi Liane.
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